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Posted by: syring
In den Auseinandersetzungen rund um das Engeraner Hallenbad waren die Wellen hoch geschlagen. Turmhoch. Und dabei ging es nicht ohne Verletzte zu. Olli schrieb dazu in seinen Flugblättern, er finde es seltsam, dass sich erwachsene Menschen wegen eines Hallenbades derart bekriegen müssten. Klar sei Wahlkampf. Klar würde bald abgestimmt. Aber nach der Abstimmung würden doch alle Beteiligten weiterhin im selben Dorf leben. „Wir sind hier ja nicht im alten Rom, wo der Unterlegene das Land verlassen musste und in die Verbannung geschickt wurde.“
Dann leitete er wieder zu Martin Luther King über:
„Ein anderer charakteristischer Zug des gewaltlosen Widerstandes ist der, dass er den Gegner nicht vernichten oder demütigen, sondern seine Freundschaft und sein Verständnis gewinnen will. Wer gewaltlosen Widerstand leistet, muss oft durch Boykotte oder dadurch, dass er seine Mitarbeit versagt, protestieren. Aber er weiss, dass diese Mittel nicht Selbstzweck sind. Sie sollen beim Gegner nur ein Gefühl der Scham wecken. Der Zweck ist Wiedergutmachung und Aussöhnung. Die Frucht des gewaltlosen Widerstandes ist eine innige Gemeinschaft, während die Folge der Gewalttätigkeit tragische Verbitterung ist.
Ein drittes Charakteristikum dieser Methode ist, dass ihr Angriff gegen die Mächte des Bösen gerichtet ist, nicht gegen Personen, die das Böse tun. Der Anhänger des gewaltlosen Widerstandes will das Böse vernichten, nicht die Menschen, die dem Bösen verfallen sind. Wenn er sich gegen die Rassendiskriminierung auflehnt, so tut er es in der Erkenntnis, dass die eigentliche Spannung nicht zwischen den Rassen besteht. Die Spannung besteht zwischen Gerechtigkeit und Ungerechtigkeit, zwischen den Mächten des Lichts und den Mächten der Finsternis. Wir wollen die Ungerechtigkeit vernichten und nicht die Menschen, die Ungerechtes tun.“
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Posted by: syring
Markus hatte mir Ollis neueste Flugblätter mitgebracht. Ich merkte ihm an, dass er noch immer ganz elektrisiert war vom Wunschkonzert der Sugarbeets im Forum.
Olli hatte die Zeit genutzt und sich um den Weg des gewaltfreien Widerstandes gekümmert. Er war nicht nur gegen sinnlose Gewalt. Sondern auch gegen sinnvolle Gewalt. „Sowas gibt es nicht“, meinte er. Und dann skizzierte er Martin Luther Kings Weg des Gewaltlosigkeit. Und er schrieb:
„Zuerst muss betont werden, dass gewaltloser Widerstand keine Methode für Feiglinge ist. Es wird Widerstand geleistet. Wenn jemand diese Methode anwendet, weil er Angst hat oder nur weil ihm die Werkzeuge zur Gewaltanwendung fehlen, so handelt er in Wirklichkeit gar nicht gewaltlos. Aus diesem Grunde hat Gandhi oft gesagt, man solle, wenn man nur die Wahl zwischen Feigheit und Gewalt hat, lieber kämpfen. Er wusste, dass es immer noch eine andere Möglichkeit gibt: Weder eine Einzelperson noch eine Gruppe von Menschen braucht sich einem Unrecht zu unterwerfen oder Gewalt anzuwenden, um sich wieder Recht zu verschaffen; denn es gibt den Weg des gewaltlosen Widerstands. Das ist letzten Endes der Weg des Starken. Es ist keine Methode träger Passivität.
Der Ausdruck »passiver Widerstand« erweckt oft den falschen Eindruck, dass das eine Methode des Nichtstuns sei, bei der derjenige, der Widerstand leistet, ruhig und passiv das Böse hinnimmt. Aber nichts ist weiter von der Wahrheit entfernt. Denn der Anhänger des gewaltlosen Widerstandes ist nur insofern passiv, als er seinen Gegner nicht physisch angreift; sein Geist und seine Gefühle aber sind immer aktiv. Sie versuchen ständig den Gegner zu überzeugen, dass er im Unrecht ist. Die Methode ist körperlich passiv, aber geistig stark aktiv. Es ist keine Widerstandslosigkeit gegenüber dem Bösen, sondern aktiver gewaltloser Widerstand gegen das Böse.“
Ich hatte mich damals sehr gefreut über Ollis neue Perspektive. Die Kriege am Golf hatten in den 90ern gezeigt, dass so keine Lösung aufgegleist werden konnte.
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Posted by: syring
Hätte sich Olli nicht besser ausdenken können.



http://www.youtube.com/watch?v=7Kh4FYZLrFY

14/03: In Ketten

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Posted by: syring
Unser Jahrgangsstufensprecher konnte Olli davon überzeugen, mit seinen Sugarbeets bei unserer ABI-Entlassungsfeier aufzutreten. Wir sassen damals, 1991, zu solchen Festlichkeiten in der Turnhalle unseres Gymnasiums. Die grosse neue Aula, die die Engeraner heute zärtlich ihre „Kartoffelkiste“ nennen, gab es noch nicht. Und wir trugen auch noch keine Abendgarderobe. In einer Ecke der Halle war eine Bühne aufgebaut. In der anderen Stand das Schulorchester.
Nach den üblichen Reden von Schulleiter und Elternvertreter kam Olli an die Reihe. Das Licht wurde ausgeschaltet und tauchte die Sportstätte in eine melancholische Tristesse. Nach wenigen Augenblicken öffnete sich der schwere dunkelrote Vorhang. Auf der Bühne standen fünf Stühle im einsamen Scheinwerferlicht. Dann traten Olli und die Sugarbeets in den Lichtkegel. Sie waren mit langen und offenbar schweren Ketten an Händen und Füssen gefesselt. Am rechten Knöchel trug jeder eine Kette mit einer Kugel daran, die so gross war wie eine Kopfsalat.
Mit Mühe schleppte sich Olli zunächst zum Mikrophon, kündigte die Hymne des Widukind-Gymnasiums an, und danach zu seinem Platz. Nachdem er sich gesetzt hatte, erklang aus den turmhohen Lautsprecherboxen der Gefangenenchor aus Verdis Aida. Olli und seine Musiker rasselten im Takt mit ihren Ketten dazu. Mit finsterer Miene blickten sie stur vor sich hin.
Als das Stück zu Ende war, schleppte sich Olli erneut zum Mikrophon. „Eine Flucht in Ketten ist kein Kinderspiel“, sagte er. „Aber jetzt habt ihr es geschafft. Ihr seid frei! Geht aufrecht, mutig und fröhlich euren Weg. Und wenn euch jemand sagt, ihr macht etwas falsch, das habe man immer anders gemacht, dann sagt ihm freundlich aber bestimmt: ,Man kann etwas auch hundert Jahre lang falsch gemacht haben.‘ Liebt, Leute, liebt!“

23/02: Unplugged 2

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Posted by: syring
Markus erzählte weiter von Ollis Unplugged Konzert im Forum. Und seine Augen leuchteten.

„Du glaubst das nicht“, sagte er. „Das war der reine Wahnsinn. Als das Konzert los ging, stand der Gitarrenkoffer auf der Bühne und Olli fischte die Zettel mit den Liedwünschen heraus. Und dann hat er den Wunsch erfüllt. Gigantisch.“
„Und was hast du dir gewünscht?“
„Neil Young, Mann, ist doch klar. Rockin in a free world.“ Das war damals der Hit bei jeder Oberstufenparty.
„Und? Hat er das gespielt?“
„Ja. Und noch vieles andere. Aber weisst du was? Wenn er sich mit dem Text nicht sicher war, dann hat er gefragt, ob ihm nicht jemand beim Singen helfen könne.“
„Echt?“
„Ja. Und dann sind die Leute, die sich das Lied gewünscht hatten, zu ihm auf die Bühne und sie haben im Duett gesungen.“
„Mit sehr unterschiedlichem Erfolg“, mutmasste ich.
„Klar. Aber das war ein Erlebnis. Das erste Mal vor Publikum singen. Wow. Ich glaube, ich mache jetzt auch eine Band auf. Das war ein Gefühl.“
„Ja und weiter? Was hat er alles so gespielt?“
„Alles. Einfach Alles. Was immer auf dem Zettel stand: er hat es gespielt. Das war eine Stimmung. Unglaublich. Unplugged - aber völlig elektrisierend. Das habe ich noch nicht erlebt.“
„Schlager auch?“
„Schlager auch. Tränen lügen nicht. Mann, das kam von Herzen und das ging zu Herzen.“

Ich ärgerte mich mehr und mehr, dass ich nicht dabei gewesen war. Wieder schien einer der ganz grossen Augenblicke in meinem Leben haarscharf an mir vorbei gerauscht zu sein.
„Und wo hast du dieses T-Shirt her?“
„Als das Konzert vorbei war, haben Olli und die Sugarbeets von der Bühne weg ihre Sachen verkauft. CDs, T-Shirts. Und auch Ollis Flugblätter sind unter die Leute gekommen. Die haben ihnen das Zeug aus der Hand gerissen. Sowas habe ich noch nie erlebt.“

Ich merkte, wie Markus noch weiter erzählen wollte. Aber wir wurden unsanft in unseren Schullalltag zurück geholt. Unser Lateinlehrer war inzwischen gekommen und hatte den Stapel mit unseren korrigierten Klausuren auf den Tisch gelegt. Zahltag.

07/02: Unplugged 1

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Posted by: syring
Markus war ein cooler Typ. Wir waren zusammen in derselben Jahrgangsstufe, hatten aber wenige gemeinsame Stunden - ausser Latein. Er war einer der Redaktöre des Fanzines „What‘s that noise“, das eng mit dem Engeraner Forum verbunden war. Ich war damals ziemlich neidisch auf ihn. So cool wäre ich auch gerne gewesen. So eng mit dem Forum verbunden auch. Ich war es aber nicht. Die Pubertät ist keine leichte Zeit. Markus konnte schreiben. Und er hatte einen ausgezeichneten Musikgeschmack.

An einem morgen kam Markus mit einem neuen T-Shirt zur Schule, vorne bedruckt mit einem Foto von Olli und den Sugarbeets. Er wirkte elektrisiert. Was denn los sei, wollte ich wissen.

Und dann erzählte er von seinem Wochenende. Von einem Konzert von Olli im Forum. Ich hatte zwar davon gewusst, aber leider keine Zeit, musste stattdessen zu irgendeiner Hochzeit aus der Nachbarschaft. Leiderleider.

Markus erzählte, dass schon am Eingang des Forums neben der Kasse ein grosser aufgeklappter Gitarrenkoffer gelegen habe. Im Deckel klebte ein A4-Blatt, mit Edding war „Musikwünsche“ darauf gekritzelt.

Das war damals die Zeit, in der jeder Musiker, der etwas auf sich hielt, hoffte, von MTV zu einem Unplugged-Konzert eingeladen zu werden. 1991 machte Paul McCartney den Anfang und 1992 machte Eric Clapton die Reihe weltberühmt. Grössere und kleinere Künstler spielten plötzlich auf Unplugged-Konzerten ihre eigenen Lieblingsstücke und auch Coverversionen von den Künstlern, die für sie Referenz waren.

Irgendwann, als die Unpluggedwelle absurde Ausmasse annahm, und kurz bevor Nirvana ihr legendäres Unplugged-Konzert aufgenommen hatten, legten auch die SUB-POP-Folk-Grunger von den Walkabouts ein Akustik-Album vor. Versehen mit dem warnenden Hinweis, dass diese Lieder nicht unplugged eingespielt worden seien. Es sei vielmehr erhebliche Elektrizität notwendig gewesen, um dieses Album aufzunehmen.

Item. Olli und die Sugarbeets wollten im Forum auch zumindest ein bisschen unplugged spielen. Aber nicht die eigenen Stücke. Sondern die Musikwünsche aus dem Publikum…

21/01: Die Tasse

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Posted by: syring
Auf den deutschen Gymnasien beginnt die Oberstufenzeit erst in der elften Klasse. Entsprechend durften wir auch erst ab dann in das Oberstufen-Café. Es war selbstverwaltet von den Schülerinnen und Schülern - na klar - der Oberstufe. In den Freistunden und Pausen vertrieben wir uns dort unsere Zeit. Hofften auf frischen Kaffee und mehr noch auf das derzeitige Mädchen Nummer 1. Wenn sich beides als hoffnungslos heraus stellte, aber die Sonne schien, sass ich oft mit einem Schoggi-Riegel in der Agora und hoffte trotzdem.
Olli sah ich regelmässig mit einer British-Airways-Tasse in der Hand. Die hatte er sich selbst mitgebracht und hütete sie wie seinen Augapfel. Nach einer komplizierten Physikklausur traf ich ihn im Café. Er sass auf einem alten Sofa und blätterte in einem Buch. Sigmund Freud: Das Unbehagen in der Kultur. Vor ihm auf dem Tisch stand die British-Airways-Tasse.
„Woher hast du die eigentlich?“, wollte ich wissen und zeigte auf die Tasse.
„Ach, das ist eine lange Geschichte.“
„Na los, erzähl mal, der Freud läuft dir ja nicht weg.“
„Ist aber eine traurige Geschichte“, meinte er. „Bist du dazu bereit?“
„Ist nicht schlimm. Ich komme gerade von einer Physikklausur. Die war auch traurig.“
„Die Tasse habe ich geschenkt bekommen“, erzählte Olli und atmete tief durch. „Von einem Mädchen. Sie hatte zwei von diesen Tassen. Wir sassen oft in ihrer Küche und tranken Tee daraus. Sie aus einer. Und ich aus einer. Oh Mann, ich war so verliebt in sie.“
„In die Tasse?“
„Hm. Ja. Auch. Aber vor allem in das Mädchen.“ Er atmete wieder tief. Sehr tief. Und schob dann hinterher: „Aber sie nicht in mich. Leider.“
„Hm“, ich machte ein ernstes Gesicht.
„Ihr Herz wollte sie mir nicht schenken. Stattdessen gab sie mir diese Tasse.“

14/01: Johnny Cash

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Posted by: syring
1994, Anfang Mai, habe ich Olli im Schallplattenladen meines Vertrauens gesehen. Ich war auf der Suche nach der neuen CD von Yo La Tengo, als Olli ganz aufgeregt mit dem Plattenladenbesitzer, einem alten Schulkollegen, der sich in jungen Jahren selbständig gemacht hatte, sprach. Olli war irgendwie blasser als sonst. Und verwirrter.
„Mensch, Olli, was ist denn mit dir los?“
„Ach, weiss auch nicht. Hab seltsam geträumt letzte Nacht.“
„Was denn? Was haste denn geträumt?“
Olli zögerte und rollte in seinen Händen die neue Ultimo zusammen: „Mir ist Johnny Cash erschienen.“
„Johnny Cash?“
„Ja.“
„Aber der lebt doch noch, oder?“
„Ja. Und er hatte eine Botschaft für mich.“
„Eine Botschaft? Was hatte denn Johnny Cash für eine Botschaft für dich? Mann, Olli, nun lass dir nicht jedes Wort einzeln aus der Nase ziehen.“
„Ist ja schon gut.“
„Also?“
„Olli“, hat er gesagt, „Olli, du musst jetzt…“
„Hat Johnny Cash mit dir Deutsch gesprochen?“
„Nein, quatsch, aber damit du das jetzt besser verstehst, erzähle ich dir das mal so, übersetzt quasi. Also. Nochmal. Er hat gesagt: „Olli, du musst jetzt ganz tapfer sein.“
„Tapfer?“
„Na nun wart mal ab.“
„Ist ja gut.“
„Und dann hat er gesagt: „Ich weiss genau, wie es dir geht. Ich kenne das. Damals, als ich so unsterblich in June verliebt war und sie mich monatelange zappeln liess. Da ging es mir genauso wie dir jetzt.“
„Bist du verliebt, Olli? Isses das, was du mir sagen willst? Da haste ja gar nichts von erzählt.“
„Ach, weisste. Du kennst das ja.“
„Und dann?“
„Dann hat er gesagt: „Mein Sohn, denk immer daran.““ Olli machte eine Pause.
„Ja und weiter?“
„Dann hat Johnny seine Gitarre genommen und gesungen.“
„Was denn?“
„Yippie yi Ohhhhh - Yippie yi yaaaaay“
„Echt? Und sonst?“
„Nix. Dann bin ich aufgewacht.“
Der Plattenladenbesitzer glotze Olli mit grossen Augen an. Und Olli glotzte zurück. Wie aus der Pistole geschossen brachen beide in schallendes Gelächter aus. Olli verabschiedete sich und drückte mir beim Rausgehen die neue Yo La Tengo-CD in die Hand. „Gute Scheibe.“
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Posted by: syring
Hallo,

ich mag sie, diese Tage zwischen den Jahren. Diese ausserplanmässige Zeit. Nach den Feiertagen die Pause. Zeit zum Sein. Und Zeit zum Werden. Überall diese seltsame Mischung auf Feierresten und Aufbruchsstimmung. Gehe morgen mal in den Supermarkt und frage nach Osterhasen, jetzt, wo Weihnachten vorbei ist.
Und danach ziehe ich mich für einige Augenblicke zurück. Stelle mich vor einen Spiegel und schaue mir tief in die Augen. Und bedenke: Was war in diesem Jahr? Was hat es gebracht? Was nehme ich mit? Und was lasse ich zurück?
Und natürlich auch: Was wünsche ich mir für das neue Jahr? Die guten Vorsätze habe ich lange aufgegeben. Das demoralisiert mich nur. Stattdessen: Liebe- und freudvolles Scheitern. Was kann denn schon passieren?

Das wird schon werden,
Olli
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Posted by: syring
Hallo,
bin gerade am Weihnachtsgeschenke einpacken. Nehme immer Zeitungspapier dazu. Und dann noch eine Schnur drum herum und fertig. Habe für meine Freundin einen kleinen Gedichtband eingepackt. Selbst mit Tinte in ein Büchlein geschrieben. Das hat Stil. Wow. Mit Gedichten, die mir gefallen, die ich irgendwo gefunden oder selbst geschrieben habe.

Eins von Bert Brecht finde ich besonders schön. Vielleicht kannst du es auch brauchen:

Morgens und abends zu lesen

Der, den ich liebe
Hat mir gesagt
Daß er mich braucht.
Darum
Gebe ich auf mich acht
Sehe auf meinen Weg und
Fürchte mich vor jedem Regentropfen
Daß er mich erschlagen könnte.


Muss jetzt weiter machen. Die Zeit drängt.
Amor!
Olli
 
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