Wie in jedem Dorf, in jedem Ort der Welt, gibt es auch in unserem Dorf solche, die mehr haben und solche, die weniger haben. Immer mal wieder haben wir in der Nachbarschaft Anlass, darueber zu diskutieren, wie wir damit umgehen koennen, koennten, sollten. Ist der nicht selber schuld, der verarmt, weil er vom Ausverkauf dessen lebt, was er geerbt hat. Und hat der andere nicht jahrelang getrunken. Und arbeiten wir nicht haerter als andere, die weniger haben? Dazu kommt: Etwas zu geben, hilft dem anderen ja nicht wirklich. Ein paar Lebensmittel veraendern das Leben des andern Menschen nicht. Das Leben des anderen veraendern sie nicht. Meines aber schon. Sie decken meine gut versteckte Ueberzeugung auf, ich haette mir ein besseres Leben als andere verdient. Sie veraendern mein Gefuehl, ich koennte verlieren, wenn ich teile, was ich selbst zum Leben brauche. Was bin ich heute bereit zu teilen?