Letzthin habe ich einen Mann gebeten, von seinem Stuhl aufzustehen und sich langsam 360 Grad zu drehen und mir zu beschreiben, was er sieht. Das hat er gut gemacht und auch vieles gesehen. Dann habe ich ihn gebeten, seine Augen zuzumachen und das, was er mir vorher erzählt hat, bildlich vorzustellen. Dann sollte er sich auch wieder langsam um 360 Grad drehe und mit geschlossenen Augen berichtet, was er sieht. Nach etwa 200 Grad Drehung macht er die Augen auf und sagt: „Ich sehe eine Möglichkeit!“ Er hat sie mir berichtet. Sie hat mir eingeleuchtet. Und er ist aufgebrochen mit dem festen Vorsatz, diesen neu erkannten Weg zu gehen.

Diese Methode, die ich beschrieben habe, führt häufig zu neuen Erkenntnissen. Sie basiert auf einer Einsicht, die André Gide einmal so formuliert hat:
„Es entspricht einem Lebensgesetz: Wenn sich eine Tür vor uns schliesst, öffnet sich eine andere. Die Tragik ist jedoch, dass man auf die geschlossene Tür blickt und die geöffnete nicht beachtet.“

Die 360 Grad-Drehung bringt häufig die geöffnete Tür ins Blickfeld und hilft das Starren auf die verschlossene zu durchbrechen. Versuchen Sie es einmal!